Interview über meine Arbeit

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Liebe Leser!

Mein langjähriger Freund Uli führt seit einigen Jahren einen Blog. Er schreibt interessante Beiträge zu verschiedenen Büchern und Lebensthemen. Man kann von seinen Berichten viel lernen!

Ihm kam die Idee ein Interview mit mir durchzuführen. Hier ist das Ergebnis oder der link auf seine homepage:

Exclusive-Interview von Uli Schur:

Hilde Herberth ist eine langjährige Freundin von mir. Seit einigen Jahren führt sie eine Praxis als Mentaltrainerin und Therapeutin (Homepage). Seit ich sie kenne, hat sie mir mit ihrem Rat gute Dienste geleistet und nicht selten mein Leben auf völlig neue Bahnen gebracht. Ich kann sagen, dass ich ohne sie heute nicht da stünde, wo ich jetzt bin. Ich bin ihr dafür sehr dankbar.

Es freut mich, dass Ihre wertvollen Dienste auch dem Rest der Menschheit zur Verfügung stehen. In Anbetracht ihrer Sprachkenntnisse, muss sich dies nicht nur auf den deutschsprachigen Raum beschränken.

Uli: Hallo liebe Hilde. Vielen Dank, dass du dich zu unserem Interview bereit erklärt hast und dir die Zeit dafür genommen hast. Ist dies dein erstes Interview?

Hilde: Lieber Uli! Vielen Dank für die schöne Einleitung! Wir haben uns schon durch viele Situationen begleitet und es war immer eine Gegenseitigkeit. Ich bin dir genau so dankbar für so vieles!

Ja, das ist mein erstes Interview.

Uli: Möchtest du beginnen, indem du uns etwas von dir und über dich erzählst?

Hilde: Gerne. Ich bin die Jüngste von vier Kindern. Opa und beide Omas wohnten mit im Haus, was ich sehr schön fand. Meine Eltern haben viel gearbeitet, trotzdem war immer jemand da.

Schon als Kind wurde ich damit konfrontiert, dass es mehr auf dieser Erde gibt, als wir mit unseren Sinnen wahrnehmen. Beide Oma`s erzählten oft davon, was sie geträumt hatten. Auch meine Mutter erzählte immer wieder von ihren Träumen und versuchte sie zu deuten. So wurde ich schon früh auf meine eigenen Traumbotschaften aufmerksam.

Meine Schwester war von der Astrologie begeistert und redete viel mit mir darüber. Sie weckte dadurch auch mein Interesse. Meine älteste Schwester studierte Kunsttherapie und war sehr offen für alternative Heilmethoden, was mir eine ganz andere Sichtweise verschaffte. Menschen therapieren zu können fand ich spannend! Ich war etwa 12 Jahre alt, als meine „Gleise“ gelegt wurden. Ich denke, es ist Schicksal!

Uli: Wie hast du zu deiner Berufung als Mentaltrainerin gefunden?

Hilde: Ich bin schon immer jemand gewesen, der versucht hat Menschen zu motivieren. Ausschlaggebend war aber eine schwere Situation im privaten Bereich und der Krankheit Depression. Ich mußte mich in den letzten Jahrzehnten mit schwierigen Themen auseinandersetzen, wollte helfen aber konnte nicht wirklich. Ich verstand diese Krankheit nicht und fühlte mich hilflos. Dabei kam ich immer mehr an meine Grenzen und entschloss endlich, etwas für mich selbst zu tun!

So besuchte ich ein Seminar, das hieß: “Der Lebensplan” bei Dieter Hörner. Eine sehr beeindruckende Erfahrung für mich! Das brachte den Stein ins Rollen. Daraufhin folgten viele weitere Seminare. Ich fing an die Zusammenhänge zu verstehen. Dabei spürte ich, wohin mein eigener Weg gehen sollte: viel lernen und anderen damit helfen. Ich entschloss mich zur ersten Ausbildung, dann zur zweite. So ist meine Berufung zu meinem Beruf geworden.

Uli: Inwiefern haben deine therapeutische Ausbildungen dein eigenes Leben verändert?

Hilde: Ich bin immer noch ein ganz normaler Mensch mit Höhen und Tiefen! Aber heute weiß ich, dass das Leben gerade aus diesen Wellen besteht. Früher dachte ich, ich muß gegen negative Gefühle ankämpfen und immer positiv sein. Heute erlaube ich mir ein Tief zu haben. Ich nehme es an, wissend, dass es bald wieder vorüber geht.

Ich bin feinfühliger geworden und erteile nicht gleich Rat-„Schläge“. Ich achte mehr darauf, was der andere im Moment wirklich braucht. Doch die Lektionen gehen weiter, es hört nie auf! Dafür steigt das Bewußtsein, die Offenheit, die Tolleranz.

Uli: Wie erklärst du einem Normalbürger, was du beruflich machst?

Hilde: Ich bin Mentaltrainerin und Therapeutin. Das ist einfach zu verstehen. Wenn ich gleich damit anfangen würde, dass ich auch die Seele im Auge habe, wären die Leute abgeschreckt. Das klingt so „spirituell“und für viele fremd.  Wer mehr wissen will, fragt genauer nach, dann erkläre ich auch mehr.

Uli: Was machst du als Mentaltrainerin? Wer sind deine Klienten? Was sind ihre Themen?

Hilde: Als Mentaltrainerin motiviere ich meine Klienten dazu, wieder in ihre eigene Kraft zu kommen. Jeder kann zu mir kommen, der etwas bei sich verstehen möchte und eine Veränderung sucht.

Viele von uns schlängeln sich durch`s Leben, immer der gleiche Trott, alles läuft im Autopiloten. Manch einer möchte eine Verbesserung, weiß aber nicht wie. Die meisten Themen haben mit Angst und Streß zu tun, z.B. Prüfungsängste, Mobbing, schwere Beziehungen, aktuelle Krisen…

Uli: Was machst du mit den Leuten, wenn sie zu dir kommen?

Hilde: Als erstes lasse ich sie ankommen und wir lernen uns kennen. Manche wollen wissen, was ich alles anbiete, brauchen Zeit. Andere fangen gleich an zu erzählen. Es ist wichtig flexibel und offen zu sein für das, was der Klient braucht.

Der eine arbeitet gerne am Whiteboard, der andere möchte lieber erspüren. Der nächste möchte eine Situation aufstellen. Hierfür habe ich Figuren, mit denen ich sehr gerne arbeite. Man kann nicht nach Schema vorgehen, es ergibt sich nach kurzer Zeit.

Uli: Was machst du als therapeutischen Ordnungsberaterin?

Hilde: Die therap. Ordnungsberatung bringt Ordnung in ein größeres System –  die Seelenordnung. Was will meine Seele in diesem Leben erfahren? Welche Eltern hat sie sich ausgesucht? Welche Situationen ziehe ich in mein Leben und warum? Welche Stärken bringe ich mit? usw.

Die Klienten kommen mit ihren Fragen. Ich sage, was ich anbiete, um tiefer schauen zu können. Auf meiner Homepage beschreibe ich meine Arbeit ausführlich. Der Klinet sagt, was ihn anspricht und damit beginnen wir dann.

Uli: Was ist der Unterschied zwischen dir und einem Diplom Therapeuten oder einem Psychologen?

Hilde: Ich darf keine Tabletten verschreiben, ich darf niemanden krank schreiben oder überweisen, ich darf keine schweren seelischen Erkrankungen behandeln, wie z.B. schwere Depression, Schizophränie oder andere Persönlichkeitsstörungen. Diese Menschen brauchen einen Psychologen mit medizinischem Hintergrund.

Alle anderen können zu mir kommen. Jeder entscheidet selbst, bei wem er sich am ehesten öffnen kann und bei wem die Energie stimmt. Ob jemand ein guter Therapeut ist, entscheidet nicht die Art des Abschlusses.

Uli: Kannst du uns ein Beispiel aus der Praxis erzählen, mit welchen Problemen Klienten zu dir kommen und wie du ihnen helfen kannst?

Hilde: Eine Frau kam vor kurzem zu mir, die vor ihrer Beförderung stand und dafür noch eine Prüfung bestehen mußte. Sie hatte total Panik, obwohl sie fachlich sehr gut vorbereitet war! Sie bekam einen heißen Kopf schon allein beim Gedanken an die Prüfungssituation.

Wir führten ein längeres Gespräch. Dann machte ich eine Übung mit ihr, sich einmal den „optimalen Verlauf“ der Prüfung vorzustellen. Zuerst konnte sie sich absolut nichts Positives vorstellen! Doch nach und nach mit Hilfe meiner Vorschläge kam sie dem optimalen Prüfungsverlauf immer näher:

Der Prüfer sollte eine sehr nette Frau sein, sie sollte etwas Vertrauensvolles an sich haben und freundlich lachen, das Zimmer sollte hell sein mit schönen Pflanzen, sie sollte gelobt werden, so dass sie immer befreiter reden könne. Als wir die ganze Prüfung in der Fantasie bis zum Schluß durchgegangen waren, sagte ich ihr, sie solle sich zu Hause nur noch diese positive Variante vorstellen und keine andere mehr!

Nach der Prüfung bekam ich die Nachricht: “Hilde, es ist alles so gekommen, wie ich es mir bei dir vorgestellt habe! Es lief super, ich habe mit 1 bestanden!” Das war für mich das schönste feedback!

Die Angst wird nicht komplett weggewesen sein, das ist auch nicht das Ziel. Durch manche Ängste muß man einfach durch. Aber es war erträglich! Und die Freude über die bestandene Prüfung war enorm. So wächst man…

Uli: Kommen Klienten regelmäßig zu dir oder nur zu einmaligen Sitzungen?

Hilde: Beides ist möglich, je nach Bedarf und Fortschritt. Ich gebe den Klienten meistens eine Hausaufgabe mit, sodass sie zu Hause selbst etwas für sich tun können.

Uli: Was kann ein Klient erwarten, was er von einer Sitzung gewinnen kann?

Hilde: Wenn jemand zu mir kommt, ist es mir wichtig, den Klienten Stück für Stück zur  Selbsterkenntnis zu führen. Zusammen erarbeiten wir eine für ihn gute Lösung, er erhält Antworten oder Ansätze, schöpft Hoffnung und Kraft. Er soll mit einem besseren Gefühl gehen können, als er gekommen ist.

Uli: Warum sollen die Meschen zu dir kommen und aus eigener Tasche ihre Behandlung zahlen, wenn sie über die Krankenversicherung kostenlose Therapie bekommen können?

Hilde: Gute Frage! Für meine Art der Ausbildung gibt es bisher leider keine staatliche Anerkennung und keine Kassenzulassung. Das ist ähnlich wie beim Heilpraktiker oder anderen alternativen Heilern. Dem Klienten muss es das Geld wert sein!

Es ist nicht immer ein Vorteil, wenn man alles bezahlt bekommt. Manchmal gilt: “Umsonst ist umsonst”. Wenn man investieren muß, hat es einen höheren Stellenwert und man kommt, weil man wirklich will.

Bei mir erfährt der Klient vielleicht etwas, was er woanders nicht erfahren hat. Meine Ausbildungen und Seminare haben mich selbst viel gekostet. Was ich dafür erhalten habe, ist für mich unbezahlbar wertvoll!

Uli: Haben interessierte Klienten die Möglichkeit, dich in einer kostenlosen Sitzung (oder Telefonat) erst einmal kennen zu lernen, bevor sie zu einer Beratung kommen?

Hilde: Ein kurzes, kostenloses Telefonat vorab ist natürlich möglich. Da kann man schon einiges für sich abklären, mich fragen und kennenlernen. Man kann auch auf meiner Homepage  oder über Facebook einen Eindruck von mir bekommen.

Außerdem kann man mich persönlich kennenzulernen. Ich gebe Kurse bei der VHS Metzingen, Pfullingen und Erkenbrechtsweiler, die man im Internet im Programmheft findet.

Sobald jemand zu mir kommt und ich mir die Zeit nehme, kostet es. Ich bereite mich auf eine Sitzung vor, um meinen Klienten 100% meiner Energie zu geben.

Uli: Machst du Beratungen auch per Skype? Meine Leser wohnen nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe zu dir (Metzingen in Baden-Württemberg).

Hilde: Nein, das mache ich nicht. Bei meiner Arbeit muß ich meinen Klienten wirklich vor mir haben, um mich hineinfühlen zu können. Ich selbst bin für meine Seminare zum Teil über 300 km für einen Vormittag gefahren, weil es mir das wert war.

Metzingen, wo ich wohne, ist immer eine Reise wert. Wir haben das große Outlet; Menschen von der ganzen Welt kommen hierher, um einzukaufen! Außerdem ist die Gegend sehr idyllisch mit den Weinbergen und der Schwäbischen Alb, sodass man eine Sitzung bei mir mit einem Kurzurlaub verbinden könnte. Es gibt genügend Übernachtungsmöglichkeiten.

 

Uli: Du darfst nun gegen Schluss gerne ein bisschen Werbung in eigener Sache machen.

Hilde: Es ist vor allem eine Frage der Sympathie, zu welchem Therapeuten man gehen möchte. Ich bin ganz natürlich, ich verstelle mich nicht und bei mir braucht sich niemand verstellen. Jeder darf sein, wie er ist, mich interessieren keine gesellschaftlichen Schichten oder andere Hintergründe. Ich kann mich schnell auf Menschen einlassen, spüre meistens, wo das Problem ist und kann verschiedenes anbieten.

Uli: Kannst du uns zum Abschluss noch einen wichtigen Lebensratschlag mit auf den Weg geben?

Hilde: „Sei der, der du bist“.

Uli: Vielen lieben Dank, Hilde. Leichter gesagt als getan, aber dafür haben wir ja dich, um uns bei der Umsetzung und auf unserem Lebensweg zu helfen.

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