Vom Opfer zum Schöpfer

„Das schwierigste war aufzuhören, andere zu beschuldigen“       Louise Hay

Wie prägend die Erlebnisse unserer Kindheit und Jugend sein können, erlebe ich an meinen Klienten und an mir selbst. Wir sind gefangen in unseren Glaubenssätzen, Mustern, Prägungen und Konditionierungen. Wir haben alle Hände voll zu tun, diese zu erkennen und aufzulösen. Das ist eine Lebensaufgabe! Eins dieser Muster ist die Opfer-Haltung.

Irgendwann fängt jedes Kind an folgenden Satz zu sagen: „Ich war`s nicht! Er war`s!“ Schon in jungen Jahren lernen wir die Schuld von uns abzuweisen. schuld-und-projektion-1024x638Schuld wiegt schwer, macht Angst. Es droht Strafe und der Verlust von Anerkennung, Liebe und Zuneigung. Dies erlebt ein Kind als lebensbedrohlich! Das darf auf keinen Fall sein!

Je nachdem, wie streng unsere Eltern oder Lehrer uns bestraft haben, haben wir gespürt, wie hilflos wir gegenüber Autoritäten waren. Wir saßen am kürzeren Hebel, waren abhängig und machtlos. Wir haben versucht es so recht wie möglich zu machen und uns angepasst. Es ging schließlich ums Überleben.large_zdf_160731_0905_8f032eb0_michel_aus_loenneberga

Auf der einen Seite versuchten wir uns nichts zu Schulden kommen zu lassen, auf der anderen Seite waren kleinere oder größere „Vergehen“ unvermeidbar. Somit waren auch negative Konsequenzen unvermeidbar.

Da wir uns nicht wehren konnten, lernten wir, wie es sich anfühlt ein Opfer zu sein. Dieses Gefühl haben wir abgespeichert.

Heute sind wir erwachsen und haben uns vom Elternhaus gelöst. Das Gefühl in dem Kind in uns ist trotzdem noch vorhanden. Werden wir für etwas beschuldigt, reagiert meistens das Kind in uns: wir gehen sofort auf Angriff oder ziehen uns zurück und werden zum hilflosen Opfer. Machmal auch beides!

Michel aus Lönneberga

Wir alle kennen die resignierte „Da-kann-man-nix-machen-Haltung“, die jammernde „Immer-trifft-es-mich-Haltung“ oder die verbitterte „Die-Menschen-sind-so-böse-Haltung“.

Der Hintergrund ist der gleiche: Hilflosigkeit, Kontrollverlust, Schuld, Scham, Angst. Wir bekommen immer noch das Gefühl, wir könnten uns nicht wehren und die Welt sei ungerecht. Egal, wie alt wir sind, der kleine Junge oder das kleine Mädchen in uns reagieren so, wie sie es in ihrer Kindheit gemacht haben. Dieser Automatismus ist vielen nicht bewusst.

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Es läßt sich kaum verhindern, dass diese alten, negativen Gefühle immer wieder in uns aufkommen. Das Leben ist eine ständige Veränderung. Mal geht es auf, mal ab. Wenn es runter geht, fühlen wir uns meistens hilflos und kommen leicht in die Opferhaltung. Das ist menschlich, völlig normal. Solange es nur nicht zum Dauerzustand wird!

Was können wir tun, um nicht in der Opferhaltung stecken zu bleiben?

Als erstes machen wir uns bewusst, dass wir erwachsen sind und überlebt haben! Wir haben es bis hierher gebracht, darauf können wir stolz sein! Unsere Eltern haben es so gut gemacht, wie sie konnten. Sie waren selbst Opfer. Auf sie zu zeigen macht keinen Sinn, wenn wir aus der Opferrolle raus kommen wollen. Es ist Zeit für unser Leben selbst die Verantwortung zu übernehmen.

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Der wichtigste Schritt ist die klare Entscheidung!

Werden wir uns klar darüber, dass wir keine Opfer mehr sind. Wir können uns wehren! Wir können uns verändern. Fangen wir an unser Leben zu gestalten, es zu erschöpfen und nach unserem Geschmack zu formen! Ist der Anfang gemacht, werden wir immer mutiger. Vertrauen wir uns und dem Leben!

Vielleicht geht es nicht sofort, vielleicht geht es in kleinen Schritten. Es kommt auf die innere Haltung an! Ich alleine entscheide, ob ich Opfer bleibe oder zum Schöpfer werde!

Machen wir uns bewusst, dass…

  • wir alle Fehler machen, mal sind wir Opfer, mal die Täter
  • wir uns selbst neu betrachten können
  • wir nicht mehr vom Applaus anderer abhängig sind
  • wir eine Stimme haben und „nein“ sagen dürfen, ohne uns dafür zu rechtfertigen
  • es immer Möglichkeiten und Hilfe gibt, sichtbare und unsichtbare
  • alle Fähigkeiten in uns stecken und wir sie aktivieren können
  • wir auf die Welt gekommen sind, um Freude zu erleben
  • unsere Glaubenssätze, Muster und Prägungen aufgelöst werden können
  • jeder das Recht hat sich frei zu entfalten
  • wir als Schöpfer uns und unseren Mitmenschen besser dienen können

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Mit diesem Thema beschäftige ich mich mit vielen Menschen erfolgreich.

 

 

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